| Es gibt Hundezuchtvereine, in deren
Satzung verankert ist, dass sie eine Hunderasse fördern wollen. Diese
nehmen aber seit Jahren hin, dass immer wieder wesenschwache Hunde zur Welt
kommen. Jeder Genetiker unterstreicht, dass Erbmängel durch planmäßige
Zucht ausgemerzt werden können.
Immer wieder erschreckt die Leichtfertigkeit mit der zweifelhafte Paarungen
vorgenommen werden. Ein schwarzer Nasenspiegel und ein reinweißes
Fell rechtfertigen keinesfalls die gleichzeitige Produktion von Welpen,
die aufgrund ihrer nervlichen oder gesundheitlichen Anfälligkeit
niemandem zugemutet werden können. Wir dürfen es zu keiner Vernachlässigung
der psychischen Qualitäten unserer Rasse kommen lassen, deshalb stellt
die Zucht und die Leistung für uns einen hohen Stellenwert da.
Die planmäßige Zucht, die Zuchthündinnen sowie die Rüden
sind das Fundament eines Hundezuchtvereines und seiner Züchter, ein
auserlesener Stamm erstklassiger Zuchthündinnen und Rüden der
Schlüssel zum züchterischen Erfolg. Der Einsatz zweitklassiger
Zuchthündinnen und Rüden ist keine Zucht, sondern reine Vermehrung.
Aber auch die Anatomie darf nicht auf der Strecke bleiben, insbesondere
um einen einheitliches Erscheinungsbild der Rasse zu erhalten. Die Zucht
wird somit im RWS nach folgender Reihenfolge gestaltet:
Gesundheit, Intelligenz, Leistungsfähigkeit
und Schönheit
Dies versucht der RWS durch eine leistungs- und wesensorientierte Selektion
der Zuchttiere zu erreichen. Wir teilen unsere Zuchttiere in drei Klassen
ein. Hierbei unterscheiden wir zwischen Zuchttieren ohne und mit Ausbildungskennzeichen.
Schutzhunde müssen einen Wesenstest absolvieren sowie erfolgreich
an unserem Körschutzdienst teilnehmen, erst dann können deren
Nachkommen Ahnentafeln aus Kör- und Leistungszucht erhalten. Auch
führt der RWS eigene Zuchtexperimente und Forschungen durch, um ausgeglichene,
nervenfeste, selbstsichere, absolut unbefangene, gutartige, gesunde Weiße
Schweizer Schäferhunde nach einheitlichem Rassetyp zu erhalten.
Bei sorgfältig aufgebauten Zuchtlinien erreicht man ein in sich
völlig einheitliches Bild. Gute Züchter präsentieren einen
einheitlichen Zwingertyp über viele Generationen hin. Sie kann man
heute als die Pioniere der Hunderasse in Sachen Anatomie und Leistung
bezeichnen. Für eine solche planvolle Zucht nach genetischen Gesetzmäßigkeiten
bedarf es ganz einfach der Möglichkeit, mit einer Reihe miteinander
verwandter Hunde zu züchten. Was der RWS aber auch erproben will
ist die Zuführung völlig fremden Genmaterials. Weiter sollte
festgehalten werden, dass für uns nur Zuchttiere wirklich als solche
bezeichnet werden sollen, die nachweislich einwandfreie Nachzuchten gebracht
haben. Sollten sie unseren Erwartungen nicht gerecht werden, verlieren
sie ihre Zuchtgenehmigung. Unsere spezielle Zuchtsoftware ermöglicht
es uns, die exakte Verwaltung unserer Hunde durchzuführen. Computersimulationen
helfen uns dabei, innerhalb kürzester Zeit Wurfplanungen, Blutlinienpläne
und Inzuchtgrade zu bestimmen. Um eine planmäßige Zucht betreiben
zu können benötigt man umfassendes Wissen über Genetik,
Anatomie, Aufzucht und Ausbildung. Der RWS versucht sein Bestes, dem gerecht
zu werden und so unser Ziel - einen zu hohen Leistungen bereiten, typtreuen
Weißen Schweizer Schäferhund zu schaffen.
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